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Bhutans stille Stärke

Travel feature on Bhutan with a focus on sustainability.

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Visitors to this small Himalayan kingdom are not treated as tourists (there is no word in Dzongkha for “tourist”), but welcomed like friends. Traveling here means moving through a country that remains deeply rooted in its identity – one that places the well-being of its people and the protection of its natural environment above all else.

Excerpt from the original article in German

Obwohl der Flug von Kathmandu nach Paro nur 45 Minuten dauert, bekommen alle Passagiere eine Mahlzeit. Einige Nonnen falten die Hände vor dem Essen zum Gebet, auf der Pappschachtel steht „aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern“. Alle paar Minuten meldet sich der Pilot, der mit der Begeisterung eines Reiseführers die Landschaft kommentiert: „Links sehen Sie den dritthöchsten Berg der Welt!“, „Etwas weiter hinten den zweithöchsten!“, „Und gleich kommt der Mount Everest!“ Stolz erhebt der sich aus den Wolken. Kurz vor der Landung ertönen sanfte Panflötenklänge. Der Pilot steuert das Flugzeug ohne die Hilfe des Autopiloten in scharfen Kurven durch die Felsschluchten des Himalaja-Gebirges. Der einzige internationale Flughafen Bhutans gilt als einer der gefährlichsten der Welt. Für einen Moment scheinen die Tragflächen die Baumwipfel zu streifen. Dann setzt die Maschine sanft auf, Applaus! Schon beim Betreten des Flughafens wird eine Liebe zum Detail sichtbar, die sich durch die kommenden Tage ziehen wird: Das Gebäude ist mit bunten Holzverzierungen gestaltet, selbst eine Handy-Ladestation ist kunstvoll geschnitzt. Vor allem aber ist da diese erstaunliche Ruhe, statt eines hektischen Flughafens wirkt der Ort wie ein Tempel.