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Aufbruch in den Albanischen Alpen

Reportage über das „Neomalsore“, Vorreiter des nachhaltigen Tourismus in Albanien.

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Albanien erlebt als Reiseziel seit ein paar Jahren einen regelrechten Boom. Marjana Koçeku hat mit ihrem Agriturismo „Neomalsore“ in den Albanischen Alpen einen Sehnsuchtsort geschaffen – ein Vorbild für Nachhaltigkeit, fernab vom Massentourismus.

Links und rechts ragen gewaltige Bergwände empor, das Wasser unter dem Boot schimmert türkisblau, und in der Ferne zieht ein Schwarm Gänse vorbei. Während die Landschaft zu Beginn der Fahrt über den Komansee im Norden Albaniens noch in sattem Grün erstrahlt, werden die Felsen immer schroffer und karger, je weiter wir in die Albanischen Alpen hineingleiten. Hier, am Rande einer Klippe, erreichen wir schließlich unser Ziel: eines der wenigen Steinhäuser in dieser abgelegenen Region – ein alleinstehendes Agriturismo mit eigener Farm namens „Neomalsore“. Ein paar steile Steinstufen hinauf gibt es zur Begrüßung erst einmal Kaffee. „Hier, frische Feigen, direkt vom Baum“, sagt die Gastgeberin Marjana Koçeku und reicht die tiefvioletten Früchte über den Tisch. Unter dem Tisch hat es sich bereits Labrador Thor gemütlich gemacht. Schon bei der Überfahrt war er mit an Bord. Koçeku lacht: „Er streift gelegentlich allein durch die Gegend und taucht nach ein paar Tagen wieder auf.“ Die Blätter der Bäume rascheln im Wind, der Blick fällt auf das Bergpanorama, und eine lange nicht gekannte Ruhe breitet sich aus. Ein Ort wie aus einer anderen Zeit, inmitten einer der abgeschiedensten Regionen Europas.