Entlang einer steilen Straße im hohen Norden Albaniens führt der Weg durch tiefe Schlaglöcher. Traktoren blockieren immer wieder die Strecke, sie erneuern Stück für Stück den Asphalt am Rand der Klippen. Ihr Ziel: der Komansee mitten im Gebirgsmassiv der Albanischen Alpen, Teil der „Verwunschenen Berge“, einer der entlegensten Regionen Europas. Unten am Hafen ist dann wieder alles im Fluss, es herrscht reger Andrang auf die Motorboote, die Touristen bei aufgedrehter Musik über den See fahren – nur einige wenige wählen das blaue Holzboot mit der Aufschrift „Molla“, das ohne Beschallung auskommt. Eine frische Brise weht um die Nase, zu beiden Seiten steigen die steilen Berge des Dukagjin-Hochlands auf. Und bald schon, noch vom Wasser aus, fällt ein altes Steinhaus ins Auge, hoch an einem Hang gelegen – und eben nur per Boot erreichbar. Am Anleger des Neomalsore entspannen schon Gäste auf Sonnenliegen aus Heuballen. Das Haus gehört zu den beliebtesten Agriturismi Albaniens und ist ein Vorbild für nachhaltigen Tourismus im ganzen Land.